Do 15.10.2026 | 22:00 | radio3 Jazz
Jazz und Literatur "Dreamreading"
Aktuelle Jazzalben, die Literatur weiterdenken
Beitrag von Fanny Opitz
NEW ALBUM
In her second studio album Song Of A Girl (June 2026, XJAZZ! Music), Berlin-based jazz vocalist Anna Margolina sets poetry to music. Together with bassist, composer, and producer Paul Kleber, she rediscovers the work of her namesake, the lyricist Anna Margolin (1887–1952). The songs are interpreted by an accomplished and versatile international quartet, whose sound moves fluidly between folk, soul, and electronic - a broad, melodic take on contemporary jazz. Margolinas concert programs had taken her from the Black Forest Festival, Jewish-Israeli Cultural Days in Thuringia to the stage of Konzerthaus Berlin and ZigZag Jazzclub and made her a sought-after guest at cultural institutions such as Exilmuseum. As a lead singer she performed with a Big Band at the Berliner Philharmonie, Konzerthaus am Gendarmenmarkt, Laeiszhalle, Konzerthaus Dortmund and many more. Her original work was featured by +25 national radio stations and got co-funded by the Berlin Senate, Szloma-Albam-Stiftung, Initiative Musik and private patrons.
PRESS & RADIO FEATURES
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Record Release 06.06. at ZigZag Jazzclub - SOLD OUT!
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“In The Snow” featured on Apple Music Jazz Scene Germany Playlist
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Deutschlandfunk Kultur, Tonart Live Session am 24.06.2026 aus dem Funkhaus mit Andreas Müller
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Album der Woche bei Ella Radio und Interview mit Eric Sommer - den Podcast gibts ab dem 26.06. hier:
https://www.ella-radio.de/jazz-news/anna-margolina-jiddische-poesie-wird-zu-modernem-jazz
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Radio MDR Folk & Welt Late Night Sounds 17.06.2026
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Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich.
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Albumvorstellung bei hr2-kultur
"Jazz and More"Do. 09.07.26, 22:00 Uhr
Sa. 18.07.26, 19:00 Uhr -
Jeden Sonntag stellen wir Ihnen um 15.20 Uhr im Kulturmagazin "Canapé" das "Album der Woche" vor.
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Hörbar – Musik grenzenlos vom 16.07. um 15:05 Uhr
Margolina singt Margolin & mehr Musik grenzenlos Die 1983 in Minsk geborene, deutsch-belarussische Jazzsängerin Anna Margolina vertont Texte der Dichterin Anna Margolin (1887-1952), und die beiden sind trotz des fast identischen Namens nicht miteinander verwandt.
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Julia Hemmerling ist monatlich im Gespräch über den Nährboden für modernen Jazz, Grenzgänge und Traditionelles.
Margolin und Margolina - Das Jazzlabor im Juli von Julia Hemmerling
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“Manche Gedichte warten Jahrzehnte auf die Stimme, die sie endlich wieder zum Atmen bringt.”
https://www.jazz-fun.de/anna-margolina-song-of-a-girl-review.html
Jazz-Fun.de. Das Online-Magazin für Musik und Kultur.
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Portrait “Musik ist meine Heimat” Ausgabe Juli 2026
»Musik ist meine Heimat«
Frau Margolina, wie sind Sie zum Jazz gekommen? Ich stamme aus Minsk und wollte ursprünglich eine klassische musikalische Laufbahn einschlagen, doch dann zog ich im Alter von neun Jahren gemeinsam mit meiner Mutter nach Berlin. Später war ich von der hiesigen Jazzszene derart inspiriert, dass ich gar nicht anders konnte, als diese Richtung einzuschlagen. Beim amerikanischen Jazz bin ich dann hängen geblieben. Den habe ich mit der jiddischen Sprache gemischt. Ich habe die Klangfarbe der Sprache mitgenommen, und das deutsche Publikum war so begeistert, dass mich das motiviert hat, dabei zu bleiben. Ihr neues Album heißt »Song of a Girl« und basiert auf Gedichten der Lyrikerin Anna Margolin (1887–1952). Wer war diese Schriftstellerin, die fast denselben Namen hat wie Sie? Was haben Sie beide gemeinsam? Rosa Lebensboim, wie sie in Wirklichkeit hieß – Margolin war ihr Pseudonym, unter dem sie im New York der 1920er-Jahre schrieb –, hinterfragte Themen wie Tradition, Geschlecht, Geschichte und Religion. Und sie thematisierte das menschliche Verlangen nach Liebe und Zugehörigkeit. Damit kann sich jeder auch heute noch identifizieren, und das macht ihre Lyrik greifbar und zeitlos. Wie kam die Lyrik denn generell in ihre Musik? Um eine fremde Sprache zu verstehen, ist Lyrik ein guter Zugang. Nach der Schule war ich mir nicht sicher, ob ich die Musik zum Beruf machen sollte, deshalb habe ich erst einmal deutsche und russische Literatur studiert. Die Konzeptalben, die ich heute durch eine literarische Annäherungsweise erarbeite, sind also ein natürlicher Prozess für mich. Und Lyrik passt gut zur Musik, weil sie schon für sich klingt. Sie sind 1983 geboren. Wie offen konnten Sie Ihre jüdische Identität in der Sowjetunion ausleben, und wie stehen Sie heute dazu? Zur jüdischen Kultur hatten wir selbst zu Sowjetzeiten zu 100 Prozent Bezug, aber das haben wir für uns behalten. Religiös waren wir hingegen nie. Ich komme aus einer Musikerfamilie, wir sind alle klassische Musiker. Meine Mutter ist Pianistin, wie meine Großeltern. Das Judentum war unsere Identität, aber ziemlich privat. Ich bin die Erste, die das Judentum nun in dem aktuellen Album thematisiert Wo fühlen Sie sich als Jüdin heute zu Hause? Für mich befindet sich das Judentum eher auf einer kulturellen Ebene, es ist dennoch auch etwas Persönliches. Zu Sowjetzeiten konnten wir kein jüdisches Selbstbewusstsein entwickeln. Mithilfe der Musik kann ich mein Judentum aber mit anderen teilen. Die Musik ist meine Heimat, in ihr fühle ich mich aufgehoben.Mit der Jazzmusikerin sprach Alicia Rust. Im September tritt sie mit ihrem Quartett beim Festival »Shalom Musik Köln« auf.
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Albumrezension von Angela Ballhorn in der Jazzthetik Juli / August 2026
Wie groß sind die Chancen, dass man eine fast gleichnamige Lyrikerin entdeckt, deren Texte einen sofort ansprechen, auch weil man das Herkunftsland gemeinsam hat. Die Berliner Jazzvokalistin Anna Margolina, geboren im belarussischen Minsk, entdeckte die Lyrikerin Anna Margolin (1887- 1952) und vertonte für ihr neues Programm und zweites Studioalbum Song of a Girl neun ihrer Gedichte. Die aus einer traditionellen jüdischen Familie stammende Rosa Lebensboim war in den 20er Jahren aus dem heutigen Belarus nach New York emigriert und schrieb dort unter dem Pseudonym Anna Margolin. Literaturkritiker waren überzeugt, dass derart starke Texte in Englisch und Jiddisch von einem Mann stammen müssten. Anna Margolina hat sich den Werken behutsam genähert und sie zusammen mit dem Bassisten und Produzenten Paul Kleber in grige Songs gefasst. Klavier spielt Arseny Rykov, das Schlagzeug Martin Krümmling. Die klaren Songstrukturen önen sich für Solospots, doch immer stehen die englischen oder jiddischen Texte im Mittelpunkt, akustisch mal mit leichten Eekten versehen, in denen sich die Stimme in der Ferne verliert. Das Stück „Dance“ als quirky Soul-Groove-Nummer ist zu Recht doppelt, nämlich zusätzlich in einer Radio-Edit-Version, auf dem Album vertreten – der Track geht weit über gängige Jazz-Grenzen hinaus. - Angela Ballhorn
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DLF Kultur @ „Aus der jüdischen Welt“
interviewt von Miron Tenenberg -
Beitrag @ „Schalom“
von Miron Tenenberg
Fr 15:50 - 16:00 Uhr
VÖ 28.08.26https://www.radiodrei.de/programm/schema/sendungen/schalom/archiv/20260828_1550.html
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„Schabat Schalom“ @ NDR Info
Beitrag von Miron Tenenberg
Fr 19:32 - 20:00 Uhr
28.08.2026https://www.ndr.de/nachrichten/info/schabat-schalom-28-august-2026,audio-3444300.html
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Deutschlandfunk Kultur
20:00 Uhr In Concert
Funkhauskonzert
Live aus Raum Dresden von Deutschlandfunk Kultur
Anna Margolina Band:
Anna Margolina, Gesang
Arseny Rykov, Piano
Paul Kleber, Bass
Martin Krümmling, Schlagzeug
Moderation: Matthias Wegnerhttps://www.deutschlandfunkkultur.de/in-concert-100.html
Sendung zum Nachhören
In Concert
Montag 14.09.2026 • 20:03 Uhr
Playlist zur Sendung
Ausgewählte Live-Mitschnitte mit Musik aus den Bereichen Jazz, Folk, Weltmusik, Chanson, Rock und Pop.
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Do 15.10.2026 | 22:00 | radio3 Jazz
Jazz und Literatur "Dreamreading"
Aktuelle Jazzalben, die Literatur weiterdenken.
Am Mikrofon: Fanny Opitz
Was passiert, wenn Jazz auf Literatur trifft? Drei aktuelle Alben widmen sich diesem Thema: Tim Allhoff nähert sich Haruki Murakamis Romanfiguren auf "Between Her and Nowhere", indem er Lieblingscharaktere des japanischen Kultautors vertont. Tamara Lukasheva setzt sich auf "Rilke" musikalisch mit Gedichten von Rainer Maria Rilke auseinander.
Und Anna Margolina entdeckt in der fast gleichnamigen jiddischen Dichterin Anna Margolin eine überraschende Seelenverwandte: In "Song of a Grir" übersetzt sie deren Lyrik in eigene Songs. Fanny Opitz untersucht die Verbindungen von Jazz und Literatur zwischen Interpretation, Hommage und Neuerfindung.
REVIEWS
“Was dieses Album letztlich so besonders macht, ist seine innere Geschlossenheit. ‚Song Of A Girl‘ ist keine Sammlung einzelner Stücke, sondern ein zusammenhängendes künstlerisches Werk, das von Anfang bis Ende seine eigene Atmosphäre bewahrt.”
— Jacek Brun, Jazz-Fun.de
“Das Stück „Dance“ als quirky Soul-Groove-Nummer ist zu Recht doppelt, nämlich zusätzlich in einer Radio-Edit-Version, auf dem Album vertreten – der Track geht weit über gängige Jazz-Grenzen hinaus.” — Angela Ballhorn, Jazzthetik
“Ein Album, das natürlich, organisch und ausdifferenziert wirkt. Feine Anklänge an die Jiddische Musik verbinden sich mit Songwriting und modernem Jazz”
— SR Kultur, Karsten Neuschwender